Sudetenland - Krasna Lipa

Die Geschichte geht weit zurück -  Das kleine Städtchen Krásná Lípa (Schönlinde) - fand den Ursprung im 14. Jh. als eine Siedlung -  liegt an der Grenze zu Naturschutzgebieten Elbsandsteingebirge und Lausitzer Gebirge, knapp zur Grenze der ehem. DDR, zwischen Rumburk und Varnsdorf und ist das Tor zum Nationalpark Böhmischen Schweiz.

Nationalpark Böhmische Schweiz ist der jüngste Nationalpark in der Tschechischen Republik und mit seinem Charakter gehört zu den Unikum-Plätzen der ganzen Europa. Dieses Doppelwort Nationalpark bezeichnet ein Gebiet mit einem großen Umfang, auf dem unberührte Naturgebiete mit einzigartiger Flora und Fauna erhalten sind.

Er entstand im Jahre 2000 und grenzt an Nationalpark Sächsische Schweiz in Deutschland. Das Gebiet befindet sich dort, wo der Fluss Elbe die Tschechische Republik verlässt. Der größere Teil liegt aber in Deutschland

 

Krásná Lípa (Schönlinde) ist meine Heimatstadt, diese musste ich - als Kind - mit meinen Eltern aus politischen Gründen (Prager Frühling) verlassen. Neben der Verwandtschaft, der Freunde mussten wir auch unseren Eigentum zurücklassen - unser Haus und Grund und alles was uns lieb war.

Das hier war früher unser Haus

 

Die Bewohner lebten vor allem von der Weberei. Im Jahre 1731 wurde hier eine Spinngarnmanufaktur gegründet. Die Stadt wurde zum Zentrum der Textilindustrie und des Handels. Zum Aufschwung der Stadt beifügte auch die Gründung der Bahn im Jahre 1869.

Am Ende des zweiten Weltkrieges wurde die Stadt schwer beschädigt, trotzdem blieb aber der Charakter der Stadt erhalten.

In Krásná Lípa  gibt es viele Barock- und Klassizismushäuser mit den dekorierten Portalen, aber auch Bauten im Neurenaissancestil.

Es gibt auch viele Zimmerungsbauten. Ein Zimmerungshaus befindet sich auf dem Marktplatz, Dieses Haus wurde im Jahre 1729 erbaut. Viele Häuser in der Stadt stehen unter dem Denkmalschutz.

Im Jahre 1882 wurde in Krásná Lípa (Schönlinde) der erste Bergverein gegründet. Der Bergverein unterstützte die Entwicklung des Tourismus und die Einrichtung der Wanderwege.

Krásná Lípa (Schönlinde) ist das Zuhause der Motorradherstellung Cechie-Böhmerland. Auf dem Platz gibt es eine Gedenktafel zu Ehren der Konstrukteur Albin Hugo Liebisch.

Seit  1999 finden in Krásná Lípa (Schönlinde) regelmäßig internationale Treffen der Besitzer dieser Motorräder statt. In der Stadt ist auch ein rekonstruiertes Sportareal der Böhmischen Schweiz.

Krásná Lípa (Schönlinde) liegt im ehem. Sudetenland und war zu Kriegsende fast zur Gänze von Sudetendeutschen besiedelt. Zu diesem Zeitpunkt lebten hier nur 17 Tschechen. Bei der Vertreibung mussten alle Deutschen ihr gesamtes Hab und Gut zurücklassen. Es wird gesagt, dass sie ihre wertvollen Habe, Geld und Schmuck eingegraben, bzw. in den Häusern einbetoniert haben, in der Hoffnung, dass sie irgendwann wieder zurückehren werden.

 

Alte Postkarten

zeigen ein wohlhabendes Städtchen mit wunderschönen Bauwerken, wobei das beliebteste Motiv immer wieder die Kirche der Heiligen Maria Magdalena ist. Die Postkarten sind dem Internet entnommen und gehören der Sammlung v. Jiri Rosol.

Diese Ansichtskarte von der Wende des 19. und 20. Jahrhundert zeigt die Nordwest-Ecke des Marktplatzes mit der in den Jahren 1754-1758 erbauten Kirche der hl. Maria Magdalena.

Diese Ansichtskarte aus 1903 zeigt das 1899 - 1900 im Neo-Renaissance-Stil an der Rumburker Strasse erbaute Gebäude der ehemaligen Sparkasse. Heute befindet sich in ihm das Bürgermeisteramt und das Postamt

 

Diese Ansichtskarte zeigt die Nordwestecke des Marktplatzes um das Ende der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Statt des alten Hauses an der Ecke des Platzes sieht man hier schon den Neubau mit der Apotheke, und die Gaststätte "Zum Rathaus" ist durch das Gebäude der Handels- und Industriebank verdrängt worden. Das Nachbarhaus hat sich teilweise seinen ursprünglichen Charakter erhalten, trotzallem sein Laubengang in Geschäfte umgewandelt wurde. Auf der Anhöhe über dem Marktplatz steht die barocke Kirche der hl. Maria Magdalena mit der Pfarre.

 

Auf dieser Ansichtskarte sieht man das ehemalige Wiesnersche Gasthaus an der Südseite des Marktplatzes, welches zusammen mit dem Nachbarhaus nach dem 2. Weltkriege abgerissen wurde.

 

Diese Ansichtskarte zeigt den Blick auf die Südostecke des Marktplatzes vom Turm der Kirche der hl. Maria Magdalena. Links sieht man das große Gebäude des ehemaligen Bürgermeisteramtes und neben ihm das repräsentative Hotel "Deutsches Haus". Das kleine Haus mit dem Laubengang ist das älteste in der Stadt erhaltene Haus und seit 1996 befindet sich in ihm ein kleines Heimatmuseum. Unter den Häusern hinter dem Marktplatze fällt das monumentale Schulgebäude auf.

 

Diese Lithographie vom Ende des 19. Jahrhunderts zeigt den Südostteil des Marktplatzes mit dem monumentalen Gebäude der Schule im Hintergrund. Auf den kleinen Bildern rechts ist die Kirche der hl. Maria Magdalena und der Aussichtsturm auf dem Vlčí hora (Wolfsberg), links oben sieht man die Felsen des Kyjovské údolí (Khaatal) und unten sieht man eine Gesamtansicht der Stadt aus dem Westen.

 

Auf dieser Ansichtskarte aus der ersten Hälfte der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts sieht man das Gebäude des Schönlindner Krankenhauses, das bis heute am Nordrand der Stadt steht, allerdings heute nur ein Altersheim beherbergt.

 

Diese Ansichtskarte zeigt das Stadtzentrum mit der Kirche der hl. Maria Magdalena von Südosten. Über der Stadt sieht man das herausragende Gebäude des Krankenhauses und am Horizont links erhebt sich der Wolfsberg (Vlčí hora) mit dem Aussichtsturm.

 

Auf dieser Ansichtskarte sieht man das Ortszentrum, dem die oberhalb des Marktplatzes stehenden Kirche der hl. Maria Magdalena dominiert. Im Vordergrunde rechts steht das 1903 erbaute repräsentative Gebäude der ehemaligen Sparkasse.

 

Diese Ansichtskarte zeigt die Südostecke des Marktplatzes mit dem anliegenden Teil der Stadt, durch den die Strasse nach Chřibská führt. Im Hintergrund breitet sich der Teich Cimrák (Fiebigteich) aus und das Ganze wird von den Gipfeln des Lausitzer Gebirges mit der Dominante des Jedlová- (Tannen-) Berges (links) gekrönt.

 

Auf dieser Ansichtskarte aus der Zeit un 1912 sieht man die Nordostecke des Marktplatzes mit dem markanten Gebäude des ehemaligen Bürgermeisteramtes. Im links von ihm stehenden Haus befand sich damals die Post und die Gaststätte "Zur Post", rechts sieht man einen Teil des Hotels "Deutsches Haus".

 

Auf dieser Ansichtskarte von der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts sieht man den Nordwestteil des Markplatzes mit der Kirche der hl. Maria Magdalena. Die unterhalb der Kirche stehenden Häuser hatten damals noch ihre Laubengänge; im rechten von ihnen war das Gasthaus "Zum Rathaus". Das große Umgebindehaus mit Fachwerkobergeschoss an der Ecke des Marktplatzes wurde 1739 an der Stelle des ehemaligen Stadgerichts erbaut und stand hier bis zum Jahr 1904, in welchem es auch abgerissen wurde.

 

Auf dieser Ansichtskarte sieht man den nordöstlichen Teil des Marktplatzes mit dem Monumental-Gebäude der Post an der rechten Platzecke. Im Vordergrunde sieht man den steinernen Brunnen mit der Statue der Austria von L. Zimmer, die um 1947 entfernt wurde.

 

Diese Ansichtskarte vom Anfange des 20. Jahrhunderts zeigt die Ostseite des Marktplatzes mit dem großen Gebäude des damaligen Bürgermeisteramtes und dem Hotel "Deutsches Haus", dessen Aussehen von den späteren Umbauten vollständig verändert worden ist.

 

Diese Ansichtskarte zeigt den steinernen Löwen, der auch heute noch vor dem Stadpark an der Strasse nach Doubice steht. Diese Statue von Klement Gründing wurde am 27. September 1908 zum Anlass des 60. Jahrestages des Regierungsantrittes Kaiser Franz Josef I. und des 50. Gründungstages des hiesigen Veteranenvereines feierlich enthüllt.

 

Diese Ansichtskarten zeigen eine Lambrecht`sche Wettersäule

Als einziges bisher bekanntes Unternehmen hat Lambrecht die Herstellung und den Vertrieb von kompletten Wettersäulen durchgeführt. Meteorologische Instrumente, Korpus und das entsprechende Dach wurden aus einer Hand geliefert. Lediglich der Steinsockel mußte zusätzlich bei einem ortsansässigen Steinmetz in Auftrag gegeben werden.

Die Preise für die Standardsäulen betrugen je nach Instrumentenausstattung und Aufbauart im Jahr 1895 zwischen 300,00 und 50.000,00 Mark. Insofern war die Anschaffung einer Lambrecht`schen Wettersäule für eine kleine Gemeinde von herausragender Bedeutung. Damals weit verbreitete Verschönerungsvereine kümmerten sich vielfach um die Errichtung einer Wettersäule.

 

Auf dieser Ansichtskarte aus der Zeit um 1910 sieht man den Anfang der vom Marktplatz in Richtung Rumburk führenden Gasse. Dem Bild dominiert das große Gebäude der Post mit der Gaststätte und der Turm der Kirche der hl. Maria Magdalena.

 

Diese Ansichtskarten zeigt die Strasse, die von Richtung Bahnstation und Rybniste kommt.

 

Diese Ansichtskartezeigt das 1899 - 1900 im Neo-Renaissance-Stil an der Rumburker Strasse erbaute Gebäude der ehemaligen Sparkasse. Heute befindet sich in ihm das Bürgermeisteramt und das Postamt

 

Dieses Schlößchen war zu meiner Zeit einAltersheim, umgeben von einem schönen Park. Dahinter befand sich unser Grund und unser Haus

 

Der Schönlinder Stadtpark mit seinem Teich "Cimrak"

 

Schönlinde - das Tor zur Böhmischen Schweiz

 

Die Dominante der Stadt ist die Kirche heilige Maria Magdalena aus dem 18. Jh.

(Maria Magdalena oder Apostola Maria von Magdala ist eine Jüngerin von Jesus Christus aus dem Neuen Testament der Bibel. Sie wird von allen Evangelisten erwähnt.)

Neben der Kirche befindet sich das Barockpfarrhaus mit dem Mansardendach. Oberhalb des Marktplatzes steht die barocke Kirche der hl. Maria Magdalena, erbaut in den Jahren 1754-1758 an der Stelle einer älteren Kirche aus den Jahren 1332 - 1368.

Die Pläne entwarf der Architekt Jakob Schwarz, der Bau wurde vom Baumeister P. Hoffmann aus Lipová (Hanspach) geleitet. Im Jahre 1777 wurde der Turm angebaut und 1816-1818 die große Freitreppe mit den Statuen vor der Kirche errichtet.

Der einschiffige Bau mit Seitenkapellen und einem dreieckig abgeschlossenen Altarraum ist wissentlich nach Norden ausgerichtet, damit seine Vorderfront zum tiefer gelegenen Marktplatz gerichtet ist. Die Inneneinrichtung stammt aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

 

 

Krásná Lípa (Schönlinde) ist der Sitz der Verwaltung des Nationalparks Böhmische Schweiz. Zur Verfügung steht das Infozentrum des Nationalparks Böhmische Schweiz im Gebäude U Frinda auf dem Krinickém namesti.

 

In diesem Gebäude befindet sich das kleine Museum.

 

Das Bürgermeisteramt und die Post befinden sich in diesem Gebäude

 

Erholung findet man  im Park, der südwestlich von dem Platz liegt. Im Park gibt es viele geschützte Bäume, einen Teich, einen Bach, ein Mausoleum und eine Löwenstatue mit der Gedenktafel der Kriegsopfer des Krieges mit Preussen.

 

Krásná Lípa (Schönlinde) - eine Idylle im Winter.

 

Der Bahnhof  im Winter und im Sommer

 

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